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News

22.09.2013

Zwölf Verletzte aus brennender Lagerhalle gerettet


Jugendfeuerwehr probt den Ernstfall im Industriegebiet in Allenbach




Link: Oberberg Aktuell

Kategorie: Aktuelles
Erstellt von: Admin

Einsatzübung JFW 20.09.2013

Reichshofer Jugendfeuerwehren probten gemeinschaftlich den Ernstfall

 Am Freitag, den 20. September 2013, fand in Reichshof-Allenbach eine Großübung der Jugendfeuerwehrgruppen Mittelagger, West, Heischeid, Hunsheim und dem ZUG III (Nosbach/Odenspiel) bei dem Unternehmen Alupro GmbH & Co. KG statt.

 Die Jugendlichen der verschiedenen Jugendgruppen trafen sich um 17:30 Uhr am Gerätehaus Mittelagger, wo sie gemischt auf die verschiedenen Fahrzeuge aufgeteilt wurden. Nach dem Motto „Mein Feuer, dein Feuer", so wie es früher hieß, soll es in der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr laufen. Dieses Prinzip soll gemäß gemeinsamer Übungen der Vergangenheit angehören und die Jugendlichen zusammenschweißen. Dieses hat den Vorteil, dass die Jugendlichen sich dann später beim Wechsel in die Aktive schon kennen und das gemeinsame Arbeiten bei Einsätzen gewohnt sind.

Nachdem die Fahrzeuge besetzt waren, begab man sich auf den Weg nach Allenbach. „Industrie Brandeinsatz, zwölf vermisste Personen im Gebäude", hieß es für die 51 Jugendlichen und 19 Helfern. Dort angekommen konnten die Jugendlichen eine verrauchte Lagerhalle vorfinden. Die Aufgaben der Jugendlichen bestanden darin, eine Wasserversorgung aufzubauen, die vermissten Personen unter Atemschutzbedingungen zu finden und zu retten. Aber nicht nur die Jugendlichen mussten hier richtig arbeiten, denn auch den Betreuern wurde einiges abverlangt. So galt es die Jugendlichen bei jedem Schritt zu begleiten und zu unterstützen.

Der Übungseinsatz wurde in zwei Abschnitte geteilt. Unter Abschnitt 1 wurde unter Leitung von Brandmeister Michael Kosbab der Innenangriff und Atemschutz geleitet. Unter Abschnitt 2 wurde unter Leitung von Unterbrandmeister Christoph Schumacher die Wasserversorgung und der Verletztenablageplatz hergerichtet. Diese beiden Abschnitte wurden durch die Übungsleitung, Brandmeister Florian Engel und des Einsatzleiters, Oberbrandmeister Jens Spaniel, geleitet.

Innerhalb kürzester Zeit fanden sich 7 Atemschutztrupps zusammen, welche mit Atemschutzattrappen im Gebäude unter Realbedingungen mit der Personensuche begannen. Gleichzeitig wurden durch Abschnitt 2 insgesamt 4 B-Leitungen verlegt, um damit einen TLF 3000 Nosbach und einen HLF 10 Mittelagger mit Wasser zu speisen. Hier wurden insgesamt 10 C-Rohre und ein Hydroschild vorgenommen. Als wäre es nicht schon genug, wurden durch die Jugendlichen noch die Beleuchtung mittels Strahler aufgebaut und zwei wasserbetriebene Lüfter vorbereitet.

 Nach ca. 40 min. hatten die Jugendlichen alle 12 vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet, sodass mit der Belüftung der Lagerhalle begonnen werden konnte. Aufgrund der Größe der Lagerhalle nahm dieses noch etwas Zeit in Anspruch. In dieser Zwischenzeit konnten die Jugendlichen bereits mit dem Abbau der benötigten Materialien beginnen. Sämtliche, sich im Einsatz befindlichen Fahrzeuge wurden fast komplett ausgeräumt, welches selbst bei den Aktiven selten vorkommt.

 Die Jugendlichen absolvierten die Aufgaben vorbildlich und mit hohem Engagement. Unter den Augen der Reichshofer Wehrführung mit Hans-Uwe Koch und seinem Stellvertreter Klaus Rinke, sowie dem stellv. Gemeindejugendfeuerwehrwart Maik Bourbones lief der Einsatz für die Jugendlichen mithilfe der erfahrenen, aktiven Feuerwehrkameraden geordnet, diszipliniert und gut strukturiert ab. Auch die Einheitsführer der Einheiten Mittelagger und Odenspiel machten sich ein Bild von dem Wissenstand und Können der Jugendlichen.

 Die Übung war ein voller Erfolg. Dies sah auch einer der Ehrengäste dieser Übung, unser Bundestagsabgeordneter der CDU, Klaus Peter Flosbach, so. Er verfolgte die Übung mit Begeisterung, ließ sich das Geschehen genau erklären und richtete zum Abschluss der Übung noch einige Grußworte an unsere Jugendlichen. "Die Feuerwehr ist die früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative", zitierte der Bundestagsabgeordnete den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten.

 Weiter brachte Herr Flosbach es nochmals deutlich hervor, dass es heutzutage ohne die Freiwillige Feuerwehr nicht funktionieren würde. „Die Feuerwehr ist eines der wichtigsten Ehrenämter in Deutschland", so Flosbach.

 Nach Abschluss der Übung konnten sich die Jugendlichen bei Getränken und Gegrilltem im Feuerwehrgerätehaus Mittelagger von der Übung erholen. Das Resümee der Übung konnte man als durchweg positiv betrachten, sodass schon die ersten Pläne für eine Wiederholung im nächsten Jahr geschmiedet werden.

Wenn Jugendliche in einem solchen Alter schon über einen so hohen Wissenstand verfügen ist das schon sehr lobenswert. Dies zeichnet aber auch die vielen Betreuer und Jugendleiter aus, die hier eine enorme Arbeit leisten, welche nicht zuletzt ein hohes zeitliches Opfer mit sich bringt. Verrichten sie doch neben der Jugendarbeit auch noch ihren „Aktiven Dienst", wo sie oftmals auch noch in den vorderen Reihen zu finden sind.

An dieser Stelle gilt sicherlich dem Jugendleiter mit seinen Helfern mal ein besonderer Dank. Wenn man bedenkt, dass die Jugendlichen von heute die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner von morgen sind, führen sie hier eine Arbeit aus, die man mit Geld gar nicht bezahlen kann.

Weiterhin suchen die Jugendgruppen der 8 Einheiten im Reichshof weitere Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren zur Verstärkung. Ansprechpartner ist Gemeindejugendfeuerwehrwart Oliver Block, Tel. 0170-2039766 oder unter jugendfeuerwehr.reichshof@gmail.com.